This is America - People and Places
Dienstag, 3. September 2019
New Leipzig und Old Roosevelt
Nach der Nacht, in der ich zwar ein paar Mal wach war, aber dafür morgens relativ lange liegen blieb, fühlte ich mich wieder gut ausgeruht. In der Küche stand alles für das hier inkludierte Frühstück bereit: Kaffee, Toast; Marmelade, Cerealien, Milch und sogar ein Tütchen mit vier kleinen Muffins. Als ich mit dem Frühstück fertig war und nur noch meinen Kaffee austrinken wollte, kam die Gastgeberin angeschlappt. Langschläferfamilie. Wir kamen ins Gespräch und ich nutzte die Gelegenheit, Gen eine Story zur Canon Ball Community abzuluchsen. Sie hatte dort nämlich einige Zeit als Vertretungslehrer gearbeitet. Jerry kam dann irgendwann auch dazu und half hier und da mit Fakten aus. Jerry kopierte mir auch noch mein General-Release-Blatt, denn ich hatte aus Gewichtsgründen nicht allzu viele Kopien mitgenommen. Nach meinem „Interview“ packte ich alles zusammen und lud meinen Kram wieder ins Auto. Dann ging es weiter gen Westen. Von meinen Gastgebern, die für meinen Besuch einen Pin in Leipzig auf ihrer Weltkarte steckten (das war drauf!), hatte ich erfahren, dass es in North Dakota „unweit der Interstate 98“ einen Ort namens „New Leipzig“ geben solle. Ich beschloss, einen Umweg dahin zu machen. Es ging dann allerdings 70 km durch Felder mit Mais, Sonnenblumen, Getreide und Wiesen und an einem See vorbei, durch eine Ortschaft hindurch, dann, im Nirgendwo: das Ziel. Kein Ortsschild, eine Sandpiste zum Ort, der hat drei Straßen und fünf Querstraßen. Alles sieht ziemlich leer aus. Ich parke und laufe durch den Ort. Mir begegnen drei Pickups, die Fahrer grüßen mich. Das war’s. Das Land ringsum ist eher flach, agrarwirtschaftlich genutzt, es gibt nicht weit entfernt ein Flüsschen und im Ort sowohl eine reformierte als auch eine lutherische Kirche. Das war’s dann auch mit Gemeinsamkeiten mit dem Original ... Dazu kam das trübe Wetter – nichts wie weg da! Ich hätte ja gern einen Einwohner angesprochen, aber keine Chance. Klingeln wollte ich nicht irgendwo ... Gut, das war etwas ernüchternd. Ich hoffte, dass das Wetter nicht noch schlechter werden würde, damit ich im Theodore Roosevelt Nationalpark, den ich als Nächstes ansteuerte, nicht durch Regen und Schlamm waten muss. Es wurde sogar besser, und wie! 27 Grad und Sonnenschein am Nachmittag! Vor dem Nationalpark war an der Interstate ein Rastplatz mit Ausblick auf den Park, den hatte ich mir als mögliches Nachtlager vorgemerkt und auch inspiziert. Im dortigen Visitor Center hieß es, man könne auch ohne Kosten mit einer Erlaubnis, also Registrierung, im Park übernachten. Das klang vielversprechend. Am Parkeingang erwarb ich erst einmal meinen Nationalparkjahrespass, der ist gültig für alle Nationalparks der USA bis Ende September 2020, Kosten: 80 Dollar. Lohnt sich, sobald man mehr als drei besucht. Im Park erfuhr ich dann allerdings, dass kostenloses Übernachten nur für Wanderer abseits der Wege möglich sei, nicht im Auto. Da die Übernachtung auf dem hiesigen Campingplatz aber nur 14 Dollar kosten sollte, fuhr ich sogleich dorthin, um mir einen Platz zu sichern, wie mir empfohlen worden war. Abends war dann auch alles voll. Ich reservierte den Platz per Anstecken eines Anmeldezettels an einen Pfosten und bezahlte per Bargeld in einem Umschlag, den man in eine Metallbox werfen musste. Dann fuhr ich hinein in den Park. An der ersten Stelle, an der ein Wanderweg startete, an der Peaceful Valley Ranch, parkte ich und stiefelte los. Ich staunte nicht schlecht, als der Trail ziemlich zu Anfang durch einen zehn Meter breiten Fluss führte. Er war nur gut knietief, aber hatte Strömung. Ich hatte glücklicherweise eine Zip-off-Hose an, so dass ich die Hosenbeine abtrennen konnte, dann zog ich die Socken aus und nahm die Sohlen aus meinen Schuhen und ging mit ihnen dann durch den Fluss. Zu viele Steine, um das barfuß zu machen, jedenfalls für meine hyperempfindlichen Füße. Danach hatte ich allerdings etliche kleine Steinchen im Schuh, die ich nicht so hundertprozentig wieder herausbekam. Das gab ein Bläschen. Der Trail war endlich mal seines Namens wert, ein echter Wanderweg, ein Trampelpfad quer durch die Natur. Aller paar hundert Meter ein Pfahl, damit man sich orientieren konnte. An jeder Wegkreuzung Hinweispfeile. Ich nahm zunächst den Ekblom Trail und war bald umrundet von Präriehunden, die ich für Murmeltiere gehalten hätte, wenn deren Baue nicht auf der Karte vermerkt gewesen wären. Ein Gepfeife und Weggehusche allerorten. In dem Talkessel wurde es ziemlich heiß, ich hatte aber zwei Liter Wasser und die Frühstücksmuffins dabei, die mir Gen noch mitgegeben hatte. Mir begegnete ein Pärchen, dass Kojoten gesehen haben wollte. Na, mal sehen. Die ganzen Präriehunde wären da bestimmt alle im Bau gewesen, waren sie aber nirgends. Die Ausblicke wurden bei jedem kleinen Anstieg schöner, ab und an war auch mal Schatten, und zehn Meter, nachdem ich neben einer Blume im Gras posiert hatte, huschte eine Schlange vom Weg ins Gras, als ich kam. Aber ich bin immer wachsam. Am grandiosesten war dann der Rundumblick vom Plateau aus, fast erhebend. Ein Stück ging es dann auch oben über gerade Fläche, das lief sich gut. Rundum wieder jede Menge Präriehunde. Als ich wieder hinabgestiegen war und wieder vor dem Fluss stand, waren meine Schuhe so richtig dreckig, da war es ganz gut, wieder durchs Wasser zu laufen. Insgesamt war der Loop mit Ekblom und Big Plateau Trail 8,5 km lang und mir sind sieben Leute begegnet. Vom Peaceful Valley aus fuhr ich dann weiter zum Wind Canyon, wo ich einen kurzen Pfad entlanglief, der aber sehr lohnenswert war. Dann ging es weiter Richtung Boicourt Overlook, unterwegs hieß es dann aber erst einmal anhalten, denn die Straße war von Bisons belagert. Sie hatten auch Junge dabei, und die großen Bullen sind schon furchteinflößend und könnten ein Auto sicher fahruntüchtig machen, wenn man sie reizt. Aber sie zogen ganz friedlich vorbei und ließen die Autos passieren, die aber alle respektvoll langsam fuhren. Am Ausblick dann schaute ich in die tiefstehende Sonne und sah nicht viel. Nur ein Kaninchen, das dort herumhockte. Ich fuhr bis zum Boicourt Trail, den ich dann auch noch in Angriff nahm. Bis zur Spitze des Trails auf einer in den Talkessel hineinreichenden Anhöhe kam ich aber nicht mehr. Ich hatte Angst bekommen. Kojoten heulten. Im Rudel sollen die durchaus gefährlich sein, und man sollte sie in der Dunkelheit, wenn sie meist aktiv werden, tunlichst meiden. Den Rat hatte ich erst heute bekommen, und die Sonne stand tief, und ich war die Einzige dort, und das Heulen war nicht so weit weg. Also kehrte ich vor dem Ziel um. Schnellen Schrittes. Besser einmal zu vorsichtig sein als einmal zu unvorsichtig. Da die Sonne dann auch fast verschwunden war, führ ich nicht mehr weiter, sondern – die Rundstraße war ohnehin ein paar Meilen weiter gesperrt – kehrte um und fuhr zurück zum Campingplatz. Wilde Pferde begegneten mir noch auf dem Rückweg. Ich nahm meinen Platz ein, holte mein Abendbrot heraus und aß es an der Sitzgruppe. Es war schon ziemlich dämmerig, fast dunkel. Im Dunkeln dann suchte ich die Sanitäranlagen und fand nur Trockenklos. Fließendes Wasser gab es zum Glück aber ein paar Meter weiter. Bis kurz vor elf habe ich dann noch versucht, mein Handy per Bluetooth mit dem Rechner zu koppeln, was auch klappte, die Dateiübertragung schlug aber dann fehl. So dass ich das erst einmal aufgab und stattdessen hier diese Zeilen schrieb.

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Montag, 2. September 2019
Auf den Spuren von Sitting Bull
Sonntag, 1.9.
Nach WiFi-Ausnutzung, Frühstück und Katzenwäsche ging es gegen neun auf die Piste, weiter die I 94 West entlang. Hier darf man übrigens sogar 74 Meilen pro Stunde fahren, das sind so 112 km/h. Meine für heute per Airbnb gebuchten Gastgeber in Bismarck hatten kommuniziert, dass sie gegen eins aus der Kirche zurück sein würden und ich ab da kommen könne. Da ich aber schon so halb 12 in Bismarck (seit Fargo bin ich in North Dakota) war, beschloss ich, zuerst ins Indianerreservat südlich der Stadt zu fahren. Sah auf der Karte nah aus, waren am Ende aber auch 100 km hin und 100 zurück ... Ich startete in der am nördlichsten gelegenen Siedlung Canon Ball, die nach dem gleichnamigen Fluss benannt ist. Von den 2016-er Protesten gegen die Pipeline keine Spur. Es gab ein paar Infotafeln vor dem Ort zur Geschichte, ansonsten ist in der Siedlung aber nichts zu sehen. Von dort fuhr ich dann durch bis Fort Yates, wo nicht nur die Verwaltung des Standing-Rock-Reservats ist, sondern auch die Begräbnisstätte des Sioux-Häuptlings Sitting Bull. Dort steht ein Gedenkstein, und der ist geschmückt mit diversen indianischen Gaben. Der Ort war aber nicht weiter ausgeschildert. In Fort Yates hat man vom Hügel mit dem Wasserturm des Stammes aus auch einen ganz schönen Ausblick hinunter zum Missouri. Vor dem Verwaltungsgebäude findet man, ebenfalls schlecht ausgeschildert, den heiligen Stein, der zum Namensgeber des Stammes wurde. Dann verließ ich Fort Yates wieder gen Norden, fuhr kurz vor dem Kasino – das muss wohl sein – rechts ab Richtung Lake Oahe/Marina, denn dort sollte es einen Trail geben. Dort ist ein Prairie Knights RV Park, ein Caravanpark, RV steht für „recreational vehicle“. An dessen Sanitärgebäude gab es einen kleinen Parkplatz, und dahinter diverse Wege durch Prärie- und Waldland. Die waren unmarkiert und unübersichtlich, aber weit weg führten sie nicht, man konnte also einfach seiner Nase folgen. Ich entdeckte wieder Rehe/Hirsche, die aber deutlich scheuer hier waren und mir keine Chance boten, sie abzulichten. Die Pflanzenwelt hier war sehr gegensätzlich durch die Mischung von Prärie und Wald. Diverse Infotafeln sorgten wieder für einen Lerneffekt, allerdings wird mir die Fülle an botanischen Informationen langsam zu viel – der Kopf macht dann irgendwann zu. Nachdem es anfangs ganz grau war, prasselte nun wieder die Sonne, es kam mir deutlich wärmer vor als die (von meinem Auto) angezeigten 24 Grad. Als ich nach meiner heute wirklich nur kurzen Wanderung wieder aus dem Reservat hinausfuhr, war ich trotzdem erschöpft. Nicht von der körperlichen Anstrengung, sondern vom geistigen Stress des Unterwegsseins und Keine-Ruhe-Findens. Deshalb ließ ich den Fort Lincoln State Park rechts liegen und fuhr direkt zu meiner Bleibe, wo ich halb fünf eintraf. Nach meinem „Einzug“ hatte ich trotzdem so viel zu sortieren und abzuarbeiten, dass ich doch erst jetzt, halb neun, mit allem fertig bin. Und müde. Morgen werde ich mir besser nicht so viel vornehmen. Ach ja, geplant werden muss der Tag auch noch ...

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Sonntag, 1. September 2019
Naturkunde und mehr
Sonnabend, 31.8.
Nach Duschen und Frühstück und Räumen und Planen war es dann auch bald dreiviertel zehn und ich spazierte los Richtung „Amphitheater“ (halbkreisförmige Sitzgruppe mit Holzbänken), wo um 10 eine Führung starten sollte, und zwar der „Interpretive Hike“ mit Bruce Ause. Eine Naturführung sozusagen. Im Office hatte ich erfahren, dass Bruce seit unzähligen Jahren sowas macht und dort quasi zu Hause ist. Grund genug, ihn zu seiner Geschichte zum Frontenac State Park zu befragen. Ich habe mir nämlich vorgenommen, nicht nur eigene Eindrücke zu sammeln und Orte zu sehen und zu erleben, sondern auch Geschichten von Leuten einzusammeln. Jim hatte mir schon seine Story zum Devil’s Lake erzählt. Jedenfalls war ich deshalb etwas eher da, um Bruce für mein Anliegen zu gewinnen, und er sagte auch zu. Er hat früher Naturerlebnistouren mit Kindern organisiert, ist jetzt Pensionär und bietet diese Führungen kostenlos an. Um zehn waren erst nur drei Interessierte da, aber es wurden dann doch noch mehr. Der Spaziergang ging zunächst durch den prärieartigen Teil des Parks und endete im bewaldeten Hang. Ich lernte, dass man aus den Früchten des hier beheimateten Essigbaums Limonade machen kann, oder auch einen Sirup gegen Halsweh, ich lernte die „white snake rod“ kennen, eine weiß blühende Pflanze, die Kühe besser nicht fressen sollten, weil sie sie und ihre Milch vergiftet. An solch vergifteter Milch soll Abraham Lincolns Frau gestorben sein. Die Goldruten, die so herrlich von den Monarchfaltern umflattert wurden – so viele habe es lange nicht mehr gegeben, meinte Bruce – sind hier heimisch und gern gesehen. Ganz anders als der „buckthorn“ (Sanddorn), der als invasive Pflanze hier bekämpft wird. Erdhäufchen hier sind nicht von Maulwürfen, sondern von „gophers“ (Taschenratten), das Tier ist auch Maskottchen der Universität von Minnesota. Außerdem wies uns Bruce auf Schreie eines Fasanenhahns hin, zeigte und erklärte uns Vogelnester, auf essbare Beeren usw. Nach der gut einstündigen Tour setzte sich Bruce zu mir auf die Bank und erzählte mir, wieso er gern und oft dorthin kommt. Dann machte ich mich, es war mittlerweile fast Mittag, auf die Socken Richtung Nordwesten. Kurz vor St. Paul fuhr ich vom freeway ab, um einzukaufen (Lebensmittel) und bei Starbucks zu parken,um das WiFi zu nutzen. So ein Stop dauert dann auch immer seine Zeit, und so wurde es ziemlich spät, als ich im nächsten State Park ankam. Ich hatte mir den Carlos Lake State Park bei Alexandria herausgesucht – weil er auf der Strecke Richtung Glacier National Park liegt. Es war schon viertel sechs, als ich dort parkte. Das Visitor Center war geschlossen, also lief ich einfach drauflos. Dass eine Umrundung des Sees nicht zu schaffen sein würde, sah ich dann. Es fand sich aber ein Hinweisschild mit ausgewiesenen Wegen, die die meisten mit Fahrrad zu befahren schienen, denn mir begegneten nur zwei Fahrradpärchen. Der Trail ist nicht sonderlich spektakulär, aber man kann dort wunderbar laufen und die Natur genießen. Ich staunte nicht schlecht, als zwanzig Meter vor mir plötzlich Wild im Wald stand und mich anschaute. Ich weiß leider nicht, was für eine Reh-/Hirschart das war. Später sah ich sogar ein noch größeres Exemplar, das dann wohl ein männliches Tier war, aber der Bock war so schnell ins Dickicht gesprungen, dass ich keine Chance hatte, ihn abzulichten. Ich lief die erweiterte Runde um den „verborgenen See“ – der machte seinem Namen alle Ehre, viel bekam man von ihm tatsächlich nicht zu sehen! Daran schloss ich den Maple-Basswood-Trail an, auf dem ich über die hiesige Baumwelt informiert wurde. Details lasse ich da mal aus ;) Ein Waschbär in seinem natürlichen Habitat rundete das Ganze ab. Nach anderthalb Stunden, zuletzt verfolgt von Mücken, kam ich wieder am Visitor Center an. Dort schnappte ich mir alles für mein Abendessen und ging damit zum Ufer des Sees Carlos, wo ich mich auf der scheinbar einzigen, aber freien Bank niederließ und zu Abend aß. Danach hatte ich erst überlegt, auf dem Parkplatz eine nahegelegenen Kirche die Nacht zu verbringen, aber da hätte ich keinen Zugang zu Sanitäranlagen gehabt, weshalb ich ein „rest area“ an der Interstate anpeilte. Der erste Rastplatz gefiel mir aber nicht und hatte im Netz auch nicht so gute Bewertungen, der nächste war aber noch 115 Meilen entfertnt. Er sollte aber gut sein, deswegen entschloss ich mich, obwohl es schon dunkel war, noch weiter zu fahren. So kam im Dunkeln durch das cineastisch berühmt gewordene Fargo. Der Rastplatz „Oriska Rest Area“ bot dann saubere Anlagen, genug Platz war auch und – das Schmankerl – es gab WLAN! Gegen halb elf legte ich mich schlafen und verbrachte eine ruhige Nacht.

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Samstag, 31. August 2019
Vielfalt am Lake Pepin
Freitag, 30.8.
Ich hatte mir vorsichtshalber auf um sieben einen Wecker gestellt, das war aber nicht nötig. Es wurde eher hell, und es kamen auch einige, die dort ihre Bootsanhänger abstellten. Froh war ich über meinen warmen Schlafsack, denn morgens waren es nur 9 Grad, und ein Auto isoliert so gar nicht. Zum Frühstücken schlappte ich hinüber zum See, und zwei vor acht, als das Visitor Center öffnete, stand ich dort vor der Bude, um zu bezahlen. Ich ließ mir sicherheitshalber auch eine Quittung geben. Dann brach ich auf zum nächsten Ziel. Über die Interstate 90 ging es bis La Crosse, wo ich kurz abfuhr, um zu tanken – so ein SUV schluckt ganz schön was, dafür kostet eine dreiviertel Tankfüllung nur 35 $. Außerdem gab es in der Nähe ein Starbucks-Café, ich parkte dort vor der Tür und nutzte das WiFi, um meine Story hochzuladen. Bei La Crosse überquerte ich den Mississippi, und von da an fuhr ich die US 61 hoch, immer am Fluss entlang. Ich kam dann am Eagle Center von Wabasha vorbei, in Lake City hielt ich Ausschau nach möglichen Parkplätzen für eine Übernachtung. Dann erreichte ich den Frontenac State Park, den ich mir mit dem Finger auf der Landkarte ausgesucht hatte. Beim Check-in sah ich, dass einerseits der Campingplatz hier „nur“ 23 $ kosten würde, dass er andererseits aber als voll angezeigt wurde. Das lag an dem langen Wochenende. Für die Amerikaner ist am Montag Labour Day, keine Ahnung, warum die das nicht am 1. Mai machen. Ich fragte trotzdem nach, weil ich ja nur ein winziges Plätzchen für mein Auto brauchte. Aber voll ist bei denen voll. Also erwarb ich nur eine State Park Tageskarte für 7 $. Die braucht man auch mit C-Platz, so dass man dann insgesamt auch auf 30 $ kommt ... Um das mal nebenbei zu erwähnen: Ich habe ein Tagesbudget von 55 $ errechnet, alles was darüber geht, frisst meine mageren Ersparnisse, die eigentlich nur für Extras wir Autoupgrade, besondere Anschaffungen und Nationalparkjahresticket gedacht waren. Im Moment stehe ich nur bei -3 $ in der Summe, aber das wird schwer durchzuhalten sein. Ungeachtet dessen fuhr ich relativ entspannt auf den Parkplatz im State Park, der direkt neben einer Picknickstelle lag. Ich nutze die Sanitärgebäude, füllte auch gleich Wasser nach, dann ging ich mit dem Plan des Parks in der Hand drauflos. Als Erstes genoss ich den Ausblick vom Old Frontemac Overlook, dann stieg ich den Lower Bluffside Trail hinab durch Laubwald und an Kalksteinhängen vorbei Richtung Mississippi. Am Ende des Trails kraxelte ich dann auch direkt bis ans Ufer hinunter, wo ich mir ein Päuschen gönnte. Es folge ein Aufstieg, logisch. Hinter mir kam eine Gruppe Amerikaner hoch, die mir näher kamen, obwohl sie unentwegt schwatzten und ich unentwegt schnaufte. Entweder waren die besonders fit oder ich bin ziemlich unfit ;) Der In Yan Teopa Rock, ein großes Kaksteintor, entschädigte für die Mühen. Dann lief ich über den Campingplatz und wunderte mich, denn es sah noch ziemlich leer aus. Allerdings würden die Leute ja wohl auch erst heute gegen Abend anreisen, die das lange Wochenende nutzen wollten. Karte und Weg waren so gestaltet, dass jede Wegkreuzung mit einem Buchstaben gekennzeichnet waren, keine schlechte Idee. Von C nach B ging es dann durch offenes Gelände mit fast mannshohen Gräsern und Stauden, und dort flatterten jede Menge Monarchfalter (denke ich) fröhlich im Sonnenschein herum, für mich ein Highlight. Es gab des Weiteren Teiche, schluchtige Laubwaldwege mit Schlangenwarnschildern und Brombeeren zum Naschen, Kiefernwald fand sich auch. Außerdem ließen sich ungewöhnlicherweise einige Vögel von mir ablichten und flogen nicht weg, ehe ich ausgelöst hatte. Ein Chipmunk und zwei sehr scheue Eichhörnchen gehörten auch zum Programm. Der letzte Höhepunkt auf meiner Strecke war ein kleiner Stichweg, eine Sackgasse, die bezeichnenderweise zum „Eagle Point“ führen sollte. Und dort war nicht nur die Aussicht toll, es war nicht nur ruhig und menschenleer, nein, während ich dort auf der Bank saß, setzte sich plötzlich ein Adler in den kahlen Baum nebenan. Allerdings merkte er sehr schnell, dass er Gesellschaft hatte und war im Nu wieder verschwunden – kein Foto. Aber ein schönes Erlebnis. Nach meinem 11-km-Rundweg kam ich wieder zum Parkplatz und sah, dass ein Zettel unter meinem Scheibenwischer klebte – ungutes Gefühl ... Darauf stand aber, wenn ich diejenige gewesen sei, die einen C-Platz gewollte habe, es hätte eine Stornierung gegeben und man würde mir den Platz noch eine Weile frei halten. Die Notiz war von 12:45, da war ich gerade 10 min unterwegs gewesen, und jetzt war es 10 vor fünf. Ich rief gleich im Office an, der Platz war noch frei, ich fuhr vor, um alles klar zu machen, dann bezog ich meinen Stellplatz – auf dem gut und gerne noch jemand hätte Platz finden können, wie ich fand. Und da sitze ich nun im Campingstuhl neben der hölzernen Sitzgruppe (denn der ist bequemer) und muss nun überlegen, wohin es morgen gehen soll. Denn einen konkreten Plan habe ich nicht, nur eine grobe Richtung ...

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Freitag, 30. August 2019
Hilfsbereite, freundliche und milde Amerikaner und eine Runde um den Teufelssee in Wisconsin
Donnerstag, 29.8.
Als ich frühstücken kam, waren meine Gastgeber John und Peggy auch gerade in der Küche. Sie boten mir gleich Kaffee an. Dann machte ich mit ihnen aus, dass ich vor meinem Rückflug auch wieder dort übernachten werde. Als ich dann aufbrechen wollte, trug mir John nicht nur wegen meines Knöchels den schweren Koffer runter, sondern ich wurde auch noch mit allerlei Equipment ausgestattet! Besteck, Müslischüssel, Kühlbehälter mit Eispacks, Kissen, Schirm, Campingstuhl ... Unglaublich! Gegen neun brach ich dann bestens ausgestattet auf. Ich fand den State Park mal wieder nicht auf dem Auto-Navi, weswegen ich mit Waze navigierte, das wollte ich ja sowieso laufen lassen. Mautstraßen mied ich, das kann man einstellen, und es ging größtenteils nicht über Interstates nach Wisconsins. Wisconsins ist Trumpland, man sieht dort Maisfelder, viel Industrie gibt es eher nicht. Nach dreieinhalb Stunden hatte ich den Devil’s Lake State Park (Südostseite) erreicht. Ich wollte dort auf den Parkplatz in Strandnähe fahren, aber dafür wollte man dort sage und schreibe 16 $ haben, das sah ich nicht ein, also wendete ich und fuhr so weit zurück, bis keine „Hier nicht Parken“-Schilder mehr standen und ich an der Straße eine Ausbuchtung fand. Der Platz war auch schön schattig. Sicher war ich mir allerdings nicht, dass ich dort ohne zu bezahlen parken durfte. Ich griff meinen bepackten Wanderrucksack und startete die komoot-App. Dann sockte ich los Richtung Pfad. Ich kannte das Höhenprofil und wusste, dass es zweimal so richtig hoch gehen würde und dann wieder ganz runter, aber als ich den sich vor mir auftürmenden Steinhaufen sah, kamen mir kurz Zweifel, ob mein Knöchel wirklich wieder fit dafür genug ist. Ich würde zumindest gut aufpassen müssen, ja nicht wieder umzuknicken. Der Aufstieg trieb mir Röte ins Gesicht und Schweiß in alle Poren. Ich schnaufte ganz schön. Letztendlich war es aber halb so wild. Der Pfad war gut befestigt, das erleichterte das Ganze. Dann zog sich der Himmel zu, der Wind frischte merklich auf und es fielen auch ein paar Tropfen. Aber noch bevor ich den Nordstrand erreicht hatte, knallte wieder die Sonne. Badesachen hatte ich vergessen einzupacken, sonst hätte sich dort eine Badepause angeboten. Am anderen Ende des Strands gab es einen Wanderpfad am Ufer entlang, aber meine Route führte mich wieder hoch hinauf. Ich wurde mit wunderbaren Ausblicken belohnt, durfte mich wieder wie ein Adler fühlen und sah auch große Greifvögel herumfliegen dort, aber ich konnte sie nicht identifizieren. Am südlichen Ende des Sees ging es wieder hinab, dort entdeckte ich dann auch einen Parkplatz mit Toilette, der keinerlei Einschränkungen zu unterliegen schien und auf dem man nichts bezahlen musste. Und gleich gegenüber war eine Bootseinsetzstelle mit Steg und Hundestrand. Ich beschloss, nach Beendigung meiner Wanderung mit dem Auto dahin umzuziehen. Auf der letzten Meile begegnete ich dem Pensionär Harry aus Baraboo, der jeden Tag hierher kommt, wir hatten einen ganz kurzen Schwatz und umarmten uns zum Abschied. Nach drei Stunden war ich wieder am Auto. Ich fuhr auf den entdeckten Parkplatz und packte erst einmal was zu essen aus. Unterwegs hatte ich nur Banane und Apfel gegessen. Und es sah so aus, als würde ich heute ganz ohne Geldausgeben durch den Tag kommen. Gut so, ich war budgetmäßig schon ins Minus gerutscht. Dann schnappte ich mir den Campingstuhl und setze mich ans Ufer, beobachtete, wie Hunde badeten und Bälle aus dem Wasser holten, wie einer vergeblich versuchte, dort eine Angel auszuwerfen. Dann wurde es ruhiger und ich schlappte zurück zum Auto, um mich in Badesachen zu werfen. Ich konnte mein Zeug gut auf dem Steg ablegen und dann ins Wasser gehen. War anfangs etwas kalt, aber dann angenehm erfrischend. Und jetzt sitze ich hier wieder im Campingstuhl, beim Schreiben ist die Sonne mittlerweile hinter den Bäumen verschwunden. Ich werde mich aber bald ins Auto zurückziehen, denn mich umschwirren schon die Mücken ...
Nachtrag: Ich lag ganz bequem in dem Auto und schlief auch ganz gut, jedenfalls bis nachts um zwei. Da leuchtete ein Officer mit der Taschenlampe in mein Auto und klopfte an. Es war nicht erlaubt, über Nacht dort im State Park zu bleiben, es sei denn auf dem Campingplatz. Er verpasste mir ein Ticket, das ich bei einem nahegelegenen Gericht bezahlen sollte, klang kompliziert. Als ich erfuhr, dass das Ganze 160 $ kosten sollte, war meine Bestürzung nicht gespielt. Er hatte Mitleid. Ich sollte am nächsten Morgen um acht Uhr dort weg sein und umgehend beim Visitor Centre am Nordufer die Campsite-Gebühr in Höhe von 30 $ bezahlen. Das versprach ich, und er hatte ja ohnehin alle meine Daten aufgenommen. Danach schlief ich nicht mehr ganz so gut ;)

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Donnerstag, 29. August 2019
Chicagos Umland überrascht!
Mittwoch, 28.8.
Für heute hatte ich mich mit meinem FB-Freund Jim verabredet, der uns vor zwei Jahren schon zum Segeln einladen wollte. Dieses Mal hatte ich Zeit für ein Treffen. Wir einigten uns auf einen frühen Start in den Tag (6:45 Uhr), das kam meinem noch sehr gestörten Zeitrhythmus entgegen. Jim war sogar pünktlich, von Nicht-Deutschen ja eher nicht zu erwarten! Allerdings stand er mit seiner BMW vor der Tür, nicht mit ‚seinem’. Für mich hatte er Jacke, Handschuhe und Helm dabei - also auf ging es! Zunächst einmal zu „Double Yolk“ zum Frühstücken: pochierte Eier (medium!) mit hashed browns und Toast, amerikanisches Frühstück eben. Da wir bei unserem Familienurlaub offenbar schon alles Interessante von Chicago gesehen hatten, wie sich herausstellte, schlug Jim dann eine Fahrt zum Wandern in einen nahegelegenen State Park vor – das war eine super Idee, zumal ich von selbst nie darauf gekommen wäre. State Parks sind kleinere Naturschutzgebiete als Nationalparks, sicher auch weniger spektakulär als viele Nationalparks, aber dennoch absolut eine Reise wert. Das galt jedenfalls für diesen. Wir waren – das dann allerdings mit dem Auto – im Starved Rock State Park. Anderthalb Stunden fährt man allerdings schon bis dahin, für hiesige Verhältnisse ist das aber „vor der Haustür“. Zuvor jedoch machten wir noch einen Abstecher auf das Fermilab-Gelände – dort ist ein Teilchenbeschleuniger verbuddelt, oben sind die Forschungsgebäude und Häuschen für die Wissenschaftler, aber ansonsten ist dort Feuchtgebiet und Farmland, und es gibt dort Seeadler zu sehen, Truthahngeier (turkey vulture), Graureiher (great blue heron) sowie eine Büffelherde, sogar mit Nachwuchs. Zum State Park ging es mit Unterstützung durch die App „Waze“, die ich mir sogleich auch aufs Handy lud, nur sicherheitshalber ... Im Visitor Centre gab ein gebürtiger Nordire freudig Auskunft über die Trails (Wanderwege) dort, eine kleine Karte gab es auch, und ich startete meine neueste App-Entdeckung komoot, um die Route aufzuzeichnen und auf der sehr guten Karte sehen zu können. Nötig war die jedoch dort nicht, denn verlaufen war dort aus verschiedenen Gründen ausgeschlossen: Die Wege führten in Schluchten hinein oder daran entlang, woanders ging es quasi nicht entlang – und man sollte dort auch tunlichst auf den Wegen bleiben, es gibt dort nämlich reichlich Giftefeu („Kletternder Gift-Sumach“/poison ivy)! Warntafeln wiesen darauf hin, und Jim zeigte mir auch diverse Pflanzen am Wegesrand. Außerdem war die Ausschilderung super, und genug Leute liefen dort auch herum, morgens erst nur wenige, aber am Nachmittag wurde es regelrecht voll. Als Erstes machten wir die Tour zum St. Louis Canyon. Und gleich auf den ersten Metern musste ich mit dem Fuß umknicken! Ging aber. Der Boden ist dort ganz feinsandig, weswegen es in der Umgebung auch etliche Sandgruben gibt, aber viele Wurzeln liegen deshalb auch frei. Das Gestein schien auch eine Art Sandstein zu sein, mit vielen Furchungen und kleinen Höhlen. Am Ende des St. Louis Canyon trifft man auf einen Wasserfall, sicher mit deutlich mehr Wasser im Frühjahr als im Spätsommer, aber gerade das wenige Wasser hatte seinen Reiz: Man konnte sich quasi darunter stellen. Als Nächstes erklommen wir dann den eigentlichen „Starved Rock“. Das ist ein Felsplateau oberhalb des Illinois River, auf dem laut Legende einst ein ganzer Indianerstamm von seinen Feinden (deren Häuptling dieser Stamm getötet hatte) eingekesselt und ausgehungert wurde (to starve = hungern). Von dort aus sah man hinab auf eine Staustufe mit Schleuse, auf Pelikane(!), die sich dort tummelten, und auch Truthahngeier kreisten hier. Im French Canyon lief das Wasser an dessen Ende noch spärlicher hinab, aber sehr idyllisch ist der Ort dennoch – oder gerade deshalb. Es folgten Pontiak Canyon, Wildcat Canyon und der Sandstone Point Overlook. Von dort ging es Treppen hinab zum Fluss und des Flusspfad entlang zurück, ein großer Schmetterling mit blauen Flügelenden flatterte dort fröhlich herum. Zum Abschluss genossen wir den Ausblick vom Eagle Cliff Overlook – dort hinabblickend kann man sich wirklich wie ein Adler fühlen ... Im nahegelegenen Städtchen Utica gab es leckeren Burger und leckeres Ale, das man dort sogar vorab verkosten darf ...
Zurück in Chicago holte ich mir in der Drogerie noch Kontaktlinsenflüssigkeit, von meinen Gastgebern bekam ich noch einen Kühlakku für meinen Knöchel, der nun doch ein wenig anschwoll. Hoffentlich kann ich damit morgen um den Devils Lake laufen.

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Mittwoch, 28. August 2019
Es ist weit bis nach Chicago!
Dienstag, 27.8.
Es hat alles geklappt: Wir waren halb fünf aufgestanden, um fünf losgefahren und überpünktlich in Berlin angekommen, mein Koffer wog tatsächlich „nur“ 22,9 kg, beim Sicherheitscheck wurde ich zwar äußerst gründlich untersucht, aber da war nichts. Beim Flug über Deutschland – ich saß am Fenster – erkannte ich zwei Landschaften aus der Luft: die Mündung der Saale in die Elbe und die Talsperre Schönbrunn, die ich erst vor drei Wochen umwandert hatte! Das erfreute mich, meine Reiselust stieg. In Zürich war der Weg zwar weiter, als ich vermutet hätte, aber angesichts ausreichender Umsteigezeit war das kein Problem. Die Flughafenbahn fuhr durch einen Tunnel, und dazu wurden „typische“ Schweizer Geräusche eingespielt: Muhen, Geläute ... Das brachte so manchen zum Schmunzeln. Im Flieger nach Chicago hingen wir erst eine Weile fest, bis es los ging, die 9 ½ Stunden überbrückte ich unter anderem mit drei Filmen: „Notes on a scandal“, „The professor and the madman“ und „The hours“ – alle keine schwere Kost, aber durchaus empfehlenswert. Dazwischen gab es was zu essen und zu trinken, da gab es nichts zu meckern. Dazwischen gab es offenbar aber auch zu viel Leerlauf, denn mit zunehmender Flugdauer wuchs in mir die Frage: Warum tust du das? Warum fliegst du weg von denen, die dir was bedeuten? Ich war mir auf einmal gar nicht mehr sicher, ob ich das wirklich wollte. Diese Gedanken verflogen wieder, als die Maschine gelandet war: Amerikanische SIM-Karte aktivieren, Einreiseautomaten bedienen, kurz die Quittung vorzeigen und drei Fragen beantworten, Gepäck abholen, Zoll – bis dahin war alles easy. Dann schaute ich aus nach Car-Rental-Schildern. Die wiesen aber ins Nichts. Ich fragte jemanden, der wies auch ins Nichts. Dieses Nichts war eine unscheinbare Bushaltestelle, die mit abholenden Autos zugesetzt und nicht weiter gekennzeichnet war. Dann kam zum Glück ein Bus, der entsprechend beschildert war. Dreiviertel vier war ich bei Alamo. Dort ging alles sehr flott, bis zu dem Punkt, an dem ich erwähnte, dass die Rückbank möglichst flach umklappbar sein sollte, weil ich in dem Auto auch schlafen wollte. Ich entschied mich für ein Upgrade, bei dem das 100%-ig gewährleistet war und es ein GPS (Navi) als Extra dazugab. Muss ich dann durch entsprechende Nutzung wieder einsparen ... Worauf ich verzichtete, war EasyToll, das kleine Gerät zum Mautbezahlen, denn das sollte hier pauschal 10 Dollar pro Tag kosten, das kam nicht in Frage. Die große Kiste, die man mir vorfuhr, ließ ich mir dann gleich meinen Zwecken entsprechend einrichten und in aller Ruhe erklären, ist nämlich ein ziemlich modernes Teil und nigelnagelneu. Die Adresse meiner Airbnb-Unterkunft gab ich bei der Gelegenheit auch gleich ein. Dummerweise kam ich dann über eine Toll-Straße, obwohl der Weg ohne sein sollte. Und als ich in der richtigen Straße war, gab es genau die Hausnummer dort nicht wirklich. Ich rief den Vermieter an. Es stellte sich heraus, dass ich in Elmhurst statt Oakpark war, also im falschen Stadtteil ... Zum Glück hatte ich den Wegpunkt zu Hause bei GoogleMaps gespeichert, so dass ich mich von meinem Handy navigieren lassen konnte, das klappte dann zielgenau, auch wenn ich an der Hintertür ankam. Ich richtete mich kurz ein, dann lief (!) ich vor zum Anfang des Häuserblocks, um ein paar Esswaren einzukaufen. Nach dem Blick auf die Rechnung fragte ich mich kurz, ob ich nicht auch hätte essen gehen können ...
Jetzt ist es in Deutschland morgens um 5 und hier abends um 10 ...

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