This is America - People and Places
Mittwoch, 18. September 2019
Riese der Riesen und ein Bad im Pazifik
Dienstag, 17.9.
Es war ziemlich ruhig auf der Raststätte, kein Durchgangsverkehr. Ich machte mich trotzdem relativ zeitig auf die Socken, ohne Frühstück. Von Trinidad fuhr ich weiter die 101 South entlang, durch Eureka, irgendwo vor Weott im Bereich des Humboldt Redwoods State Park gab es einen Abzweig zum Rockefeller Forest, den nahm ich, weil mir den jemand empfohlen hatte. Die schmale Mattole Road führte durch Mammutbaumgebiet, dann gab es an einer Lichtung einen Rastplatz, den fand ich schön zum Frühstücken. Danach fuhr ich noch ein kleines Stück weiter zum Big Trees Area. Dort gab es eine kleine Wanderrunde durch alten Baumbestand, unter anderem am „Giant Tree“ vorbei, der der größte Küstenmammutbaum der USA ist. Er ist 363 Fuß hoch (110,6 m) und sein Umfang beträgt 53,2 Fuß (16,2 m). Nach dem Verdauungsspaziergang ging es wieder auf die Piste. In Leggett überlegte ich, ob ich auf der 101 bleibe oder die Route 1 nehme. Ich entschied mich für ersteres, weil ich glaubte, da eher Netz zu haben und günstiger tanken zu können. Sprit ist in Kalifornien leider noch teurer. Ich tankte dann für 61 $, das waren 3,86 pro Gallone. Ich hatte auch schon Preise deutlich über 4 $ gesehen. Ich überlegte mir dann, dass ich doch an die Küste will, dazu wollte ich die Straße von Willits nach Mendocino nehmen. Dummerweise kam dann zuerst ein Abzweig zum Mendocino National Forest, der aber, anders als ich dachte, in entgegengesetzter Richtung liegt. Nach 14 Meilen bemerkte ich den Irrtum und kehrte um. Dann nahm ich aber die richtige Straße, die Route 20. Sie führte durch den Jackson State Forest und war eine reine Serpentinenstraße! Ich war ganz erschrocken, als hinter mir ein Truck drängelte – es waren zwei Trucks, die zu mir aufgeschlossen hatten, die ich dann an einem „Turnout“ vorbeiließ und die mit unglaublicher Geschwindigkeit dort entlangdonnerten! Ich war fassungslos. Ich bin ja nun kein Schleicher ... Sonst ist es gerade auf kurvenreichen Strecken eher so, dass andere für mich Platz machen. Unterwegs sah ich am Straßenrand eine Gruppe Truthahngeier, die sich wahrscheinlich an was Überfahrenem gütlich taten. An der Küste angekommen bog ich bei Fort Bragg in die Route 1 South ein. Bei Caspar dann nahm ich einen Abzweig, der als Küstenzugang ausgeschildert war, denn es waren hier 21 Grad, die Sonne knallte – Strandwetter! Caspar Beach am Point Cabrillo ist ein vielleicht 200 m breiter Strand in einer Bucht, die von felsigen Klippen umrahmt ist, wie es sie hier überall gibt. Ein paar Leute waren auch da. Ich suchte eine Viertelstunde lang verzweifelt meine Badesachen – die Tüte war hinter einen umgeklappten Sitz gerutscht. Dann warf ich mich in meinen Bikini, nahm Trekkinghandtuch, Handy und Autoschlüssel in einer Tüte mit und huschte zum Strand. Der Sand war richtig heiß. Ich war mir allerdings nicht ganz sicher, ob ich mich wirklich in das 17 Grad kalte Wasser traue, aber zum Glück gab es dort Wellen, die das Hineingehen erleichterten. Ein bisschen unwirklich kam mir das ja vor, als ich dann da so am Strand saß: Gestern Morgen war ich noch bei 2 Grad und Dauerregen aufgewacht, und nun saß ich hier unter der warmen kalifornischen Sonne und hatte gerade im Pazifik gebadet. Ganz in der Nähe war auch ein Mini-State Park mit einem Leuchtturm, dort bog ich auch noch ein und lief eine Runde. Hier blühen gerade überall hellrosa Amaryllis am Straßenrand und anderswo. Am Leuchtturm gab es auch viele Hörnchen, und in einer Klippenbucht lag sogar eine Robbe. Sah irgendwie komisch aus, weil sie zum Teil mit Steinchen bedeckt schien, aber sie bewegte sich. Nach diesem Rundgang machte ich mich wieder auf den Weg. Ich hatte mir für morgen eine Unterkunft in San Francisco gebucht – 71 $ für ein Bett im Viermannzimmer, aber immerhin in der City und inklusive Frühstück. Und heute wollte ich so nah wie möglich heranfahren, ohne was für die Übernachtung blechen zu müssen. Gar nicht so einfach. Ich fand per Google einen Truck Stop in Santa Rosa, der 24h geöffnet war, aber das war’s auch schon. Dorthin düste ich dann über die 128 - am Straßenrand dieses Mal "black-tailed deer" - und dann wieder die 101. Allerdings ist das hier in real nur eine Tankstelle, die durchgängig geöffnet hat. Gut möglich, dass ich hier nicht bleiben kann. Dann bliebe nur noch ein Walmart-Parkplatz, die vertreiben dort keinen, wurde mir gesagt.

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Dienstag, 17. September 2019
Höhlen-Popcorn in Oregon und Redwood in Kalifornien
Montag, 16.9.
Es regnete die ganze Nacht durch, mit nur kurzen Unterbrechungen. Morgens um sieben sackte ich meine Lebensmittel ein und fuhr vor zum Rezeptionsgebäude, denn dort waren Duschen, und dort war WLAN, das schwächelte aber. Es waren 2 Grad Celsius. Ich hatte nicht gefroren in meinem Schlafsack, aber kuschelig ist was anderes. Dazu regnete es weiter. Nach dem Duschen machte ich, dass ich da wegkam. Talwärts, in den Süden bzw. Südwesten. Es wurde auch mit jedem Höhenmeter weniger wärmer, und es wurde auch freundlicher. Ich fuhr die Route 62 Richtung Grants Pass. An einem schönen kleinen Rastplatz am Rogue River hielt ich an und frühstückte, quasi direkt am Fluss. Mittlerweile war es nach neun, und es waren hier immerhin elf Grad. Weiter ging es später über die 199 bis Cave Junction, dort bog ich ab, um zu den Oregon Caves zu fahren, die mir John und Janet noch empfohlen hatten. Ab und zu regnete es wieder, und zu den Höhlen ging es mächtig bergauf, oben waren dann auch wieder nur noch 6 Grad! Ich war kurz vor halb eins da und hatte Glück, dass in der 1-Uhr-Tour noch ein letzter Platz frei war, denn hier gibt es nur geführte Touren (á 10 $). Mir ist auch klar, warum: weil sonst keine Stalaktiten und Stalakmiten mehr dort wären ... Wegen dieser Fledermauskrankheit, vor der man hier wohl mächtig Angst hat, dass sie sich ausbreitet, durfte man keine Sachen/Schuhe tragen, die seit 2005 schon mal in einer Höhle waren. Ich musste deswegen die Jacke wechseln. IN der Höhle leben keine Fledermäuse, aber es gibt neun Arten, die dort im Winter Zuflucht suchen, sie ist beständig 7 Grad warm – also heute genau ein Grad wärmer als die Außentemperatur! Ich war zu warm angezogen. Man läuft dort insgesamt wohl eine Meile durch die Höhle, wobei es etliche Stufen zu überwinden gilt und etliche Bückstellen. Damit der Guide, ein pensionierter Geologe namens Neil, sehen konnte, ob das alle in der Gruppe hinkriegen würden, gab es eine witzige „Erwärmung“. Ich habe natürlich schon diverse Tropfsteinhöhlen gesehen, aber es ist eben doch jede anders. Und in dieser hier gab es wegen ihrer Größe auch eine Menge zu entdecken. Vieles hätte man allein auch gar nicht entdeckt, eine Führung war da wirklich angebracht. Es machte Spaß. Neil war auch ein mehr als kompetenter Führer, zudem immer für eine witzige Bemerkung gut. Nach anderthalb Stunden ging es am anderen Ende aus der Höhle heraus und man lief im Freien zurück, das war dann ein sehr kurzer Weg, und man fragte sich, wo da unten im Berg man wohl gewesen ist, denn Orientierung gab es da ja nicht. Man kann aus dieser Höhle hinausfinden, wenn man dem unterirdischen Fluss folgt, den es dort gibt, von dem wir uns aber auch entfernten. So soll es der Entdecker geschafft haben. Außerdem gibt es sogenanntes Höhlen-Popcorn am Gestein, dass in Richtung des Aufwindes wächst. Es gibt auch einen schönen englischen Merkspruch, um Stalaktiten und Stalakmiten nicht zu verwechseln: A stalactite holds tight to the ceiling, someday a stalacmite might reach the ceiling. Als wir die Höhlentour begonnen hatte, regnete es gerade straff. Als wir sie beendeten, schien sogar etwas die Sonne. Auf dem Parkplatz spazierte dann noch eine Hirschkuh mit Nachwuchs durchs benachbarte Gebüsch. Man hätte dort auch noch diverse Wanderrunden absolvieren können, aber das Höhlengekraxel hatte mir gereicht, mir steckte der gestrige Tag auch noch in den Knochen. Außerdem wollte ich es heute noch bis nach Kalifornien schaffen! Das war aber gar nicht mehr weit, noch auf der 199 Richtung Crescent City hieß der Staat Kalifornien willkommen. Und wenig später, ich war schon die ganze Zeit auf dem „Redwood Highway“ unterwegs, standen auch die ersten Küstenmammutbäume am Straßenrand herum! Es gab dann rechterhand einen kurzen Rundweg (den Simpson-Reed Grove Trail) durch ein Wäldchen, den ließ ich mir nicht entgehen! Zum Glück fand sich dann noch eine Frau, von der ich mich fotografieren lassen konnte, denn ohne Vergleich sieht man gar nicht, wir riesig diese Giganten tatsächlich sind. Dann fuhr ich die Route 101, die Küstenstraße, entlang nach Süden. Dabei konnte man immer mal wieder auf den Pazifik blicken, so mancher kurzer Stopp verlängerte da die Reisezeit. Zehn vor sieben war ich an der einzigen 24-h-Raststätte auf dieser Strecke angekommen, und sie war schon ziemlich voll. Dort aß ich Abendbrot unter Mammutbäumen mit dem durch das Geäst hindurchscheinenden Meer. Dann zog ich mich in meine Kiste zurück, wo ich mich heute wieder zeitig zur Nacht betten werde. Offiziell darf man hier nur acht Stunden bleiben, anderswo waren es zwölf gewesen. Leider gibt es hier weder Netz noch WiFi.

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Montag, 16. September 2019
Crater Lake - So ein Blau! Und noch viel mehr!
Sonntag, 15.9.
Zum Frühstück machte Janet super leckeres Rührei mit Zwiebeln, Champignons und Spinat darin. Außerdem hatte sie selbstgebackenes Zucchinibrot, selbstgemachtes Apfel- und Birnenmus und selbstgemachte Himbeermarmelade, die statt eingekocht eingefroren war. Toast und Müsli standen auch bereit, aber das war noch nicht alles – ich wurde eingedeckt mit allem, was ich brauchen könnte: mit einer Kapuzenjacke vom Wanderclub, Oregon Ducks Handschuhen, Regencape, tiefgefrorenem Mus, Müsli, Riegeln ... – ich kann gar nicht alles aufzählen! Und wenn ich sie nicht gestoppt hätte, wäre es noch mehr geworden. Die herzliche Gastfreundschaft der beiden machte mich richtig glücklich. Ich fuhr gegen dreiviertel neun regelrecht beschwingt los Richtung Südosten. John hatte mir die Route 58 über Oakridge empfohlen, und dort machte es auch richtig Spaß langzufahren: Es ging am Fluus entlang durch den Wald, dann am Dexter Reservoir entlang, weiter durch Wald, am Odell Lake entlang ... Nachdem ich dann auf der Route 97 war, gab es Hinweis-/Warnschilder wegen schlechter Sicht aufgrund von „prescribed fires“, also mit Absicht angelegten Feuern, womit man wohl dem natürlichen Zustand nahe kommen will, ohne dass eine Gefahr daraus entsteht. Halb zwölf war im Nationalpark Crater Lake angekommen – wie der Name verrät, handelt es sich um einen einstigen Vulkankrater, in dem nun ein See ist. Aber was für einer! So ein Blau! Ich hielt gleich am ersten Aussichtspunkt, nahm dann die Westroute am Kraterrand entlang, man kann komplett darum herumfahren, wenn nicht gerade eine Seite gesperrt ist (so wie gestern). An „The Watchman“ hielt ich noch einmal, der Aussichtspunkt liegt direkt oberhalb von Wizard Island. Von dort aus nahm ich dann den direkten Weg zum Mazama Village, wo der empfohlene Campingplatz war, denn ich wollte nicht wieder zu spät kommen. Es war eine Schlange an der Rezeption, aber noch reichlich frei, auch abends noch. Nachdem das erledigt war, begab ich mich auf Entdeckungstour. Ich befuhr nun den Kraterrand Richtung Osten, dann beäugte ich als Erstes die Vidae Falls, und mein zweiter Halt war an „Sun Notch“, wo es einen kleinen Wanderrundweg gab, der zu einer Aussicht über den See führte, wo ich jetzt die Sonne im Rücken hatte, und es war nicht zu fassen! Ich redete vor mich hin: „Wow! Wow! Wow! This is so beautiful, this blue is incredible! Thanks!“ – Ja, mittlerweile rede ich mit mir selbst in Englisch. Aber keine Bange, ich rede vornehmlich mit anderen Leuten ;) Am Phantom Ship Overlook ließ ich mich dann mal fotografieren, dann ging es ein Stück vom See weg die Pinnacles Road hinein. An deren Ende, im Pinnacles Valley, führt ein kurzer Wanderpfad zu skurrilen weißgraue Steinsäulen. „The Pinnacles“ genannt, die dort im Tal herumstehen, weil sie wohl aus festerem Gestein sind und alles rundherum abgetragen wurde über unzählige Jahrhunderte/-tausende. Auf dem Rückweg von dort hielt ich am Wanderweg zu den Plaikni Falls. Der Weg ist wie viele andere hier als rollstuhlgerecht ausgewiesen, war also leicht zu laufen. Es ging schön durch Nadelwald, am Ende dann der Wasserfall, auf dem Rückweg guckte mich irgendeine Streifenhörnchenart an. Auf meiner Weiterfahrt an der Ostseite entlang ließ ich den Sentinel Rock Ausblick aus, hielt erst wieder am Pumice Castle Ausblick – auch so eine aufragende, hier orangebraune Gesteinsformation. Am Cloudcap Overlook fand ich nichts Besonderes. Dann hielt ich am Fuße des Mount Scott, mit 2721 m der höchste Berg hier im Park. An dessen Fuße herrschten kühle 13 Grad, und es wehte ein kalter Wind. Gut, dass ich das geschenkte Kapuzenshirt gleich angelassen hatte! Ich schulterte meinen Rucksack mit Proviant und Regenjacke, dann stiefelte ich los, es war halb vier mittlerweile. Vor mir lagen 4 km hinauf und 4 km hinunter, 381 m waren dabei zu überwinden. Ich kam gut voran, wenn ich mächtig pustete. Die Aussicht in die umliegende Landschaft war fantastisch. Bald zogen aber am gegenüberliegenden Kraterrand Wolken auf, und ich beeilte mich, auf den Gipfel zukommen, bevor die Aussicht hin war. Es gelang mir geradeso! Ich joggte sogar die letzten hundert Meter vor dem finalen Anstieg, und als ich laut schnaufend oben ankam, waren zwar schon eingige Wolken über dem See, aber sie verdeckten nur einen kleinen Teil. Ich trank was, aß einen Apfel, und keine zehn Minuten, nachdem ich oben angekommen war, war alles zugezogen! Glück gehabt. Ich beließ es bei der kurzen Pause, denn zum einen wurde es immer kälter, der Wind immer eisiger, und zum anderen wollte ich nicht komplett durchgeweicht unten ankommen. Ich verfiel teilweise sogar in einen Joggingschritt, die Wegqualität ließ es größtenteils zu. Es nieselte ganz fein dann. Man hatte keinerlei Aussicht mehr, alles weißgrau. Als ich unten angekommen war, waren dort am Fuße des Berges bloß noch 5 Grad Celsius! Ich machte, dass ich in mein Auto kam, fuhr zurück gen Campingplatz bei aufgedrehter Heizung. Am Laden an der Rezeption hielt ich nochmal, um mich darin umzuschauen, dann fuhr ich hinter zu meinem Platz G 36, zum Glück hatte ich gesagt: nicht zu weit weg von den Restrooms – denn mittlerweile hatte es sich eingeregnet. Jetzt ist es kurz nach halb acht, es regnet immer noch, und es ist kalt. 6 Grad. Ich bin immer noch 1830 m hoch ... Ich muss noch mal raus in die finstere Nässe, noch schnell mein ganzes Essen in der bärenfesten Box lagern.

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Sonntag, 15. September 2019
Columbia Gorge und Besuch bei John und Janet
Sonnabend, 14.9.
Nach einer ruhigen Nacht und einem angenehmen Morgen ging es heute quasi wieder zurück. Ich befuhr die Oregon Historic Route 30 in entgegengesetzter Richtung, wieder am Columbia River entlang, nur dieses Mal mit ganz vielen Stopps. Den ersten Halt legte ich an den Horsetail Falls ein, die 54 m hoch sind. Zur Namensgebung kam es wegen der Form des Wasserfalls und dem rundlichen Felsen, von dem er herabfällt. Es gab auch einen Pfad hinauf, den ich erklomm, oben kam man dann zu den Upper Horsetail Falls, auch Ponytail Falls genannt. Ich glaube, den Zweitnamen muss ich nicht erklären. Das Schöne an dem oberen Wasserfall ist, dass der Wanderweg dahinter entlangführt. Man kann also hinter dem Wasserfall entlanglaufen. Der weitere Weg, der zu den Oneonta Falls geführt hätte, war aber gesperrt. Es gibt hier etliche gesperrte Pfade, weil einige als Folge eines Brandes im Jahr 2017 als nicht sicher eingestuft wurden. Von den Pferdeschwanzfällen fuhr ich zu der größten Attraktion hier, den Multnomah Falls, wo es entsprechend auch Gastronomie gab und der Parkplatz auch am Morgen schon sehr voll war, aber ich ergatterte gleich ein Plätzchen. Der Fall hat zwei Stufen, und eine hübsche Brücke führt über den Sockel der unteren und kleineren Stufe, die 21 m hoch ist. Dort steht man dann vor dem sage und schreibe 165 m hohen Fall, insgesamt sind es also 189 Meter, die das Wasser dort herabfällt. Ein Wanderweg führt hinauf zu einer Aussichtsplattform oberhalb des Falls, wo noch ein klitzekleiner Fall ist und man natürlich eine wunderbare Aussicht hat. An den Wahkeena Falls hielt ich nur kurz, ohne dort herumzuwandern. Am nächsten Wasserfall war es dann schon schwierig, einen Parkplatz zu finden, es war halt Wochenende, und das Gebiet ist nur einen Katzensprung von Portland, mit knapp 650.000 Einwohnern der größten Stadt im Bundestaat Oregon, entfernt. Dort ging der Weg hinab zum Wasserfall, der wirklich schön aussah, auch wenn ich jetzt nicht an einen Brautschleier gedacht hätte. Man konnte auch noch weiter hinunter kraxeln und einen großen Felsbrocken davor erklimmen, das ließ ich nicht aus. Es gab einen zweiten Weg dort mit Ausblickspunkten in die Schlucht, den absolvierte ich ebenfalls, war nur eine halbe Meile. Zwischendurch snackte ich etwas. Als Nächstes stoppte ich kurz am Shepperds Dell, dann ging es zu den Latourell Falls. Hier musste ich dann abseits des eigentlichen Parkplatzes was finden, zufällig kam genau dort ein Rundweg heraus, den ich dann gleich hinauflief, so dass ich zuerst den immerhin 37 m hohen oberen Fall sah. Das war eine schöne 2,4 Meilen lange Wanderrunde, und als krönenden Abschluss kam ich dann unten bei dem eigentlichen Wasserfall an, der sich 75 lang vor einer Felswand aus Säulenbasalt hinabstürzt. Beeindruckend! Auch hier konnte man, allerdings musste man den Pfad dafür verlassen, hinter den Fall kraxeln. Ein bisschen nass war es dort vom aufstiebenden Wasser, aber das war schon eine tolle Kulisse. Und ein würdiger Abschluss meines Tagesprogramms. Ich hielt noch einmal kurz am Vista House, ich stoppte noch an der Lavendelfarm, um ein Mitbringsel zu erstehen, dann ging es ab auf die Interstate. Ich hatte mich entschlossen, der wiederholten Einladung von John und seiner Frau Janet (beide 79) vom Wanderclub zu folgen und sie in Eugine zu besuchen. Ich habe hier ein Zimmer bezogen und mit den beiden leckeren gegrillten Thunfisch mit geröstetem Gemüse, Nudeln und frischem Salat gegessen und dazu Huckleberry Lager getrunken. Die beiden lassen mich hier wie zu Hause fühlen! Danach haben wir uns noch die erste Hälfte des Football-Spiels zwischen den Washington Grizzlies und den Oregon Ducks angesehen, letztere führten da 21:0. Weitere Tipps habe ich auch bekommen. Und jetzt schlafe ich mal wieder in – wie nennt man das noch? – einem Bett! Beim Tanken auf dem Weg hierher lernte ich, dass es in Oregon an allen Tankstellen keine Selbstbedienung gibt, dort springen junge Kerle rum, die den Job machen, während die Fahrer einfach sitzen bleiben und nur die Kreditkarte aus dem Fenster herausreichen. Ich war natürlich ausgestiegen und gleich aufgefallen ;)

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Samstag, 14. September 2019
Im Inneren des Vulkans
Freitag, 13.9.
Ich schlief ganz gut, aber am Morgen nieselte es ganz fein, und draußen war auch alles nass. Dabei war ich doch jetzt raus aus dem Regenwald! Ich frühstückte im Auto. Dann ging es ab auf die I 5 South. Bei Woodland schickte mich Google runter, als Ziel hatte ich die Ape Cave eingegeben. Bevor es dorthin ging, hielt ich aber auf einem Parkplatz und suchte nach dem nächsten Waschsalon, der war eine Meile entfernt. Ich machte mich mit allem vertraut – schließlich war ich noch nie in meinem Leben in einem Waschsalon gewesen – und bekam auch noch Hinweise von einem Anwesenden. Dann lud ich meine Wäsche ein, gab das am Automaten erworbene Waschmittel dazu, tauschte am Wechselautomaten 5 Dollar in Quarters und fütterte damit die Waschmaschine. Nach einer halben Stunde war sie schon fertig, ich hatte eigentlich derweil was am Laptop machen wollen, aber zu viel kommt man da nicht. Dann transferierte ich die Wäsche in den Trockner, den man alle 5 Minuten mit einem Quarter füttern musste – bis die Wäsche halt trocken war. Beim Zusammenlegen fand ich noch ein paar klamme Teile, aber insgesamt lief das alles besser und schneller als erwartet. Nebenan war ein Dollarshop, da holte ich mir dann Waschmittel für’s nächste Mal – den Tipp hatte ich bekommen – und eine Stirnlampe für die Höhle. Es gab dort leider keine gute Lampe, aber ich wollte auch nicht ewig nach einem Laden mit ordentlichem Equipment suchen. Mein Handy hatte ich zur Not ja auch noch. Die Fahrt zur im südöstlichen Bereich des Mount St. Helen gelegenen Höhle ging schön durch Wald und am St. Lewis River entlang, der sich an zwei Stellen zu Seen weitet. Auf dem Parkplatz war dann eine Gebühr von 5 $ fällig, die wieder in einem Umschlag einzuwerfen war. Vor der Höhle musste man sich die Schuhe abputzen, das soll dem Schutz der hiesigen Fledermäuse dienen. Nun ja. Es gibt einen Zugang in der Mitte, von dem aus man zum einen eine dreiviertel Meile in den unteren Teil hineinlaufen kann, mit einer teilweise 10 m hohen Decke. Und es gibt einen oberen Abschnitt, in dem es mehrere (18) Steinhaufen (Talus / Geröllkegel) zu überklettern gilt und für den man mindestens zwei Stunden einplanen soll, am Ende geht es über eine Leiter hinaus ins Freie. Ich wollte das eigentlich machen. Aber meine funzelige Stirnlampe war dazu nicht geeignet, und mit dem Handy in der Hand herumklettern ist auch nichts. Außerdem war letzteres ja nur als Backup gedacht. Und wer weiß, ob Batterie und Akku so lange durchgehalten hätten? Man muss dazu sagen, dass man dort tatsächlich nur mit seinem eigenen Licht drin herumsteigen darf, in Deutschland undenkbar. Ansonsten ist es dort richtig dunkel, das ist natürlich reizvoll. Wer da also mal hinkommt: Nehmt gute Leuchten und Ersatz dafür mit, geht besser nicht ganz allein, zieht euch warm an, weil es in der Höhle konstant nur 42°F/ 5.6°C sind, und zieht eine Regenjacke über, weil es von oben ganz schön tropft. Aber dann ist das bestimmt eine absolut coole Erfahrung! Ich begnügte mich also mit dem unteren Teil, aber wie gesagt, auch da läuft man 1,2 km in die finstere Röhre hinein! Allerdings ist dort mehr Betrieb, man begegnet anderen herumwandelnden Leuchtpunkten. Trotzdem wirklich eine tolle Sache. Ich war ganz zufrieden damit, nicht ganz allein im Dunkeln zu sein. Wer sich wundert, wie eine so lange röhrenförmige Höhle zustande kommt – na, die Überschrift verrät es ja – es handelt sich um eine Lavaröhre. Geformt wurde sie durch einen Lavafluss, der ein enges Tal durchfloss, wobei die Lava an den Talwänden und an der Oberfläche jeweils erkaltete, so dass sich so eine lange Röhre bildete, als der Lavafluss aus dem Berg stoppte und abfloss, entstand der Hohlraum. Vor ca. 2000 Jahren. Mit über zwei Meilen Gesamtlänge ist es die längste Lavaröhre in ganz Amerika. Weiß ich nur dank der Erklärungen von Dave, er ist Geologe. Die Höhle war aber nicht alles dort, man kann zu verschiedenen Lavabecken hinaufwandern, und eines davon ist dann der Ausgang der Höhle. Es gibt viele kleine Minihöhlen, die die Lava gebildet hat, es gibt Basalt, der aussieht, als wäre er gerade erst erstarrt und andere Kleinigkeiten, die man entdecken kann. Ein paar Infotafeln wären schön gewesen. Allerdings gab es am Eingang der Höhle auskunftsfreudige Parkmitarbeiter, ein junger Kerl darunter hat mal ein Erdbeben in der Höhle erlebt, was ihn wohl anfangs ziemlich in Panik versetzt habe, aber dann ganz cool gewesen sei – man hätte es nicht gespürt, sondern nur gehört. Mt St. Helen ist im Übrigen ein aktiver Vulkan, zuletzt gab es 1980 einen explosiven Ausbruch. Alles eine Folge dessen, dass sich vor der amerikanischen Küste eine Erdplatte unter die nordamerikanische schiebt. Ein Rutsch ist überfällig, wie allseits bekannt, passiert aber hoffentlich nicht in den nächsten 10 Wochen ;) Vom Vulkangestein nahm ich dann Abschied, fuhr zurück zur Interstate und hinunter nach Portland, bog aber davor links ab zur Columbia Gorge, das ist die gewaltige Schlucht, die der Columbia River für sich beansprucht. Als bei der letzten Eiszeit ein Gletscheisdamm in den Rocky Mountains brach, schossen die Fluten dort entlang und gruben das Tal, das Wasser soll über 100 Meter tief gewesen sein. Das ist es jetzt natürlich nicht mehr, aber als Hinterlassenschaft der damaligen Ereignisse gibt es viele Klippen und Wasserfälle. Ich verschaffte mir zunächst vom Vista House am Crown Point aus einen Überblick und fuhr dann die angeblich sehr enge historische Route 30 entlang, die aber nach europäischem Verständnis eine ganz normale Straße ist ;) Mittlerweile bin ich übrigens in Oregon, denn ich habe den Fluss überschritten. Ich hatte vor, im Aimsworth State Park zwei Nächte zu campen für 17 $ pro Nacht, und weil man am Vista Point meinte, das könne ohne Reservierung eng werden, weil Wochenende wäre (ach ja!), machte ich mich direkt dahin auf den Weg. Aber zu spät. Alles voll. Übernachtparken gegen Bezahlung war auch nicht drin. Mir blieb nichts weiter übrig, als mir eine andere Bleibe zu suchen. Jetzt bin ich auf dem Koa Campingplatz in Cascade Locks, wo es zwar ein Hot Tub gibt und ordentliches WLAN, aber für 37 $ pro Nacht. Deswegen bleibe ich auch nur eine hier. Jetzt ist es viertel neun und schon stockfinster, die Tage werden kürzer ...

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Freitag, 13. September 2019
Regenwald
Donnerstag, 12.9.
Dreiviertel fünf wurde ich wieder das erste Mal wach, aber dann schlief ich bis kurz vor neun, meine Knochen waren wohl ziemlich müde. Nach dem Frühstück machte ich mich auf Richtung westliche Seite des Nationalparks. Noch auf der Sol Duc Road hielt ich aber das erste Mal, um einen Trail zu laufen, den „Ancient Groves Trail“, der durch herrlichen alten Wald mit riesigen Bäumen führt, aber nur eine halbe Meile lang ist. Ich sah dort unter anderem einen liegenden Stamm, auf dem unzählige junge Bäumchen wuchsen, und ein Eichhörnchen. Unterwegs auf der Route 101 hatte ich dann bald wieder Netz, und in Fork hielt ich kurz am Visitor Centre und nutzte das WLAN dort. Es regnete. Aber als ich am Hoh Rainforest Visitor Cemtre ankam, hatte es aufgehört. Ich lief dort den Spruce Trail und den Moss Trail ab, wo es einiges zu lernen gab dank Informationstafeln, die im Textumfang auch so kurz gehalten waren, dass sie niemanden abschrecken dürften. Und hier gab es noch deutliche älteren Wald, es gab riesige Douglasien, Sitka-Fichten, Ahorne und einige Hemlocktannen, die dicht nebeneinander in einer Reihe standen – weil sie auf ein und demselben „Nährstamm“ gewachsen waren. So wie ich es am Morgen im Anfangsstadium gesehen hatte. Die Wurzeln mancher dieser aufgereihten Bäume umschlingen sich gegenseitig, so dass es aussah, als würden die Bäume Händchen halten. Viele Moose an den Bäumen gab es hier auch, der Waldboden war auch komplett grün mit Farnen und kleinwüchsigen Pflanzen. Und dann regnete es im Regenwald ... Dass es Regenwald auch mit Nadelgehölzen gibt, war mir neu. Die Bezeichnung ist aber gerechtfertigt angesichts des üppigen Wuchses hier und der dauerhaften Feuchtigkeit im Wald. Im dichten Grün graste dann auf einmal ein paar Meter abseits des Pfades ein Wapiti-Weibchen (das sind die großen Hirsche, die hier „elk“ heißen, während man Elche hier „moose“ nennt). Der Regen wurde stärker, als ich zum Auto stapfte. Und er ließ auch nicht nach, bis ich das Nationalpark- und Nationalwaldgebiet verlassen hatte. Dann wurde es trocken, freundlich und deutlich wärmer. Ich wollte nicht für 3,29 pro Gallone dort tanken, deshalb reizte ich meine Tankfüllung heute mal aus – mit dem Ergebnis, dass der Sprit in Montesano 3,45 kostete! Ich tankte nur für 10 Dollar und füllte den Tank dann in Oakville für 3,05. Dann ging es auf die Interstate 5 gen Süden, aber erst einmal nur bis zur nächsten Rest Area.

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Donnerstag, 12. September 2019
Von der feuchten See in den feuchten Wald
Mittwoch, 11.9.
Nachdem ich wieder recht früh aufgewacht war, schlief ich dann aber doch noch recht lange, unter den Bäumen war es schön dunkel. Dann fuhr ich zum Eingang/Office (war weit entfernt), um meine Duschmarken zu erstreiten, aber erst um neun war dort geöffnet. Also frühstückte ich in Ruhe am Cranberry Lake, dann bekam ich gleich drei Duschmarken (á 3 Minuten), mit zweien kam ich aber gut aus. Zwischendrin versuchte ich die Fährfahrt für um 11 zu reservieren, aber ehe ich alle Infos beieinander hatte, war die Zeit abgelaufen. Man muss bis zwei Stunden vorher reserviert haben. Da aber ganz offensichtlich kurz vor Ende der Deadline noch Platz da war, beschloss ich, es ohne Reservierung zu probieren, um 11:45 fuhr ja schon die nächste. Die Fahrt zum Fährterminal dauerte dann aber länger als gedacht, zumal ich in Oak Harbaor noch kurz was einkaufte, so dass ich erst 10 vor 11 am Terminal ankam – perfektes Timing, muss man im Nachhinein sagen, denn ich brauchte nicht anzustehen, konnte gleich bezahlen und fast auch sofort auf die Fähre fahren. Die Überfahrt von Coupeville (Fort Casey) nach Port Townsend dauert nur ca. eine halbe Stunde. Von dort war es aber noch ganz schön weit bis zum geplanten Bestimmungsort, dem Ende der Sol Duc Road, wo ein Wanderweg begann. Außerdem musste ich was zum Übernachten finden. Die Campingplätze innerhalb der Nationalparks, das sollte man wissen, sind alle ohne Duschen. Deswegen war es gut, dass das heute Morgen noch geklappt hatte. Am Crescent Lake vorbei fuhr ich dann in den Olympic-Nationalpark hinein, bekam eine Karte und den „First come, first served“-Hinweis auf meine Nachfrage nach Campingkapazitäten, wobei der Sol Duc Campingplatz mit Reservierung sein sollte und nur wenige freie Plätze haben würde. Ein Campingplatz in der Nähe des Wanderweges fand ich aber eine gute Idee, deshalb bog ich zuallererst dort ein, in Loop A, und fand auch ein freies Plätzchen. Als ich den Bezahlumschlag abgeben wollte, stellte ich aber fest, dass für diesen Platz ein „Reserviert“-Schein an der Tafel hing, wie fast überall. Ich schaute flugs, was noch nicht reserviert war, spurtete zurück zum Auto und parkte es um. Im etwas weiter oben gelegenen Loop B wäre aber auch noch Platz gewesen, wie ich beim Vorbeiwandern feststellte. Denn ich ließ das Auto stehen und lief zu Fuß zum Startpunkt der Wanderung. Das war aber weiter als gedacht. Gegen drei war ich losgelaufen, es würde relativ spät werden, ehe ich zurück bin. Der Parkplatz am Startpunkt bot viele Plätze und es war auch noch viel frei, die Saison ist ja quasi auch vorbei. Zunächst ging es zum Sol Duc Wasserfall, der eine Wasserfalldreier ist, gestaffelt nebeneinander. Dort waren viele Leute. Ich lief dann aber den Trail zum Deer Lake weiter, und da war ich dann mal wieder ziemlich allein. Nach einer Weile kamen mir aber immer mal wieder Leute entgegen. Der Weg hinauf zum Hirschsee zog sich ganz schön. Der Wald hier ist sehr feucht, es gibt riesige moosbehangene Zedern, viele Pilze, sattes Grün. Die Gegend um Seattle, so Dave in einer weiteren Empfehlunsmail, sei zwischen Bergketten eingekesselt und deswegen verfange sich die feuchte Luft dort, so dass es gefühlt ständig ganz leicht regnet. Die Niederschlagsgesamtmenge sei aber geringer als in New York, kaum zu glauben, so wie der Wald vor Nässe triefte. Ich kam wieder ganz schön ins Schwitzen beim Aufstieg, zehn nach fünf war ich dann am See. Ich setzte mich auf den Holzsteg, der den Bach überquert, welcher aus dem See sozusagen hinausfließt, und aß Kekse. Dann kam ein letztes Pärchen vorbei, das sich an den Abstieg machte, und ich rappelte mich auf, um noch den See zu umrunden, wenn ich schon mal da oben angekommen bin. Das war eine schöne Runde. Es gab dort oben auch wieder Wildcampingplätze, und ein Zelt mit Zweierbesatzung war auch oben. Als ich mich an den Abstieg machte, war es schon zehn nach halb sechs, ich musste mich spurten, um im Hellen zurückzukommen. Und ich war die Letzte, die heute da hinabstieg, es war also auch äußerste Vorsicht geboten, wo man seinen Fuß hinsetzt. Netz gibt es hier überhaupt keines. Runter ging dann aber schneller, und als ich den Wasserfall erreicht hatte, fühlte ich mich wieder sicher, weil der doch mehr frequentiert war, und es kamen mir auch tatsächlich noch Leute entgegen. Ich bog dann aber in einen schmalen Pfad ein, der direkt zum Campingplatz führen würde – auf dem Hinweg war ich größtenteils die Straße entlanggelaufen. Der Weg zog sich dann aber auch noch, und im schummrigen Licht kann so ein bemooster Baumstumpf schon mal wie ein Bär aussehen ... Mittlerweile klatsche ich aber nur noch gelegentlich oder stoße ein kurzes „Hu“ aus, singen ist zu anstrengend ;) Ziemlich matschig war der Weg, meine Schuhe sehen jetzt sehr vermoddert aus. Zwanzig vor acht erreichte ich erleichtert Loop B des Campingplatzes, hatte dann aber Probleme, im Dämmerlicht den Pfad zu Loop A zu finden. Zwanzig Meter vor dem Platz dann musste ich noch hinfallen, ist aber nichts passiert. Kurz vor acht war ich am Auto, machte mich kurz frisch, aß schnell was, bevor es ganz dunkel wurde. Und es wurde ganz dunkel! Es ging nämlich auch das Licht der Sanitäranlagen aus, hier ist es jetzt – von meinem Laptop abgesehen – stockfinster!

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Letzte Aktualisierung: 2019.09.18, 06:38
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