This is America - People and Places
Samstag, 2. November 2019
Morgens bibbern, nachmittags baden
Freitag, 1.11.
Am Morgen wurde es doch relativ kalt mit vier Grad, was uns lange liegenbleiben ließ, ganz davon abgesehen, dass die Sonne wegen der verqueren Zeitzone erst spät aufging. Beim Frühstück war es auch noch unangenehm kalt, aber je höher die Sonne stieg, desto wärmer wurde es. Wir fuhren als Erstes vor zum nahegelegenen Laden, denn dort sollte es WiFi geben. Das nutzten wir, um Fotos zu verschicken, den Blog zu aktualisieren und mit Christine zu telefonieren, die ja heute frei hatte. Zu Hause hatten wir gestern von unterwegs angerufen. Nach unserer Stippvisite im Visitor Center, das heute Saisoneröffnung hatte, waren wir ratzfatz mit einem Plan für den heutigen Tag ausgestattet. Zunächst fuhren wir zum Boquillas Canyon Overlook und zum Boquillas Canyon Trail, einem kurzen Wanderweg in die 1300 Fuß tiefe Schlucht hinein, die der Rio Grande dort gegraben hat. Uns begegnete ein herrenloses Pferd. Ein Mexikaner, der offenbar mit einem Kanu herübergekommen war, bot Schmuck und Kinkerlitzchen feil. Weit kam man allerdings nicht, denn die Schlucht wurde so eng, dass nur noch Fels den Fluss säumte. Wir kehrten um und bekamen auf dem Rückweg mit, dass offenbar ein mexikanischer ‚Cowboy’ durch den Fluss geritten war, um das Pferd wieder einzufangen. Leider sahen wir das nicht selbst. Aber der Fluss soll dort nur so tief sein, dass ein Reiter dabei nicht nass wird. Die Strömung ist allerdings relativ stark dort. Anschließend fuhren wir zum Historic Hot Springs Area, wo es nicht nur eine heiße Quelle, sondern auch einen drei Meilen langen Wanderweg gibt (sechs hin und zurück). Unser Plan sah vor, erst zu wandern und dann in der heißen Quelle zu baden. Helene trug wegen der morgendlichen Kälte eine Leggings unter der Jeans, ich Thermohose – ein Fehler. Wir hätten mit dem WiFi auch das Wetter noch einmal googeln sollen. Es wurden 25 Grad! Wir kamen ganz schön ins Schwitzen. Es ging auch etwas auf und ab, ohne Schatten. Wir kehrten vor dem Wegende um, denn wir wollten auf jeden Fall noch genug Zeit für das Bad haben und vor um fünf wieder am Laden sein, denn wir brauchten Milch. An der heißen Quelle war es bei unserem Rückweg weniger voll als beim Hinweg, das erfreute uns. Wir zogen uns etwas abseits um, dann stiegen wir (so gegen um drei nachmittags) in das gemauerte Becken, das direkt am Fluss lag und in dem das Wasser Badewannentemperatur hatte. Ich hing bald meine Füße zum Kühlen in den Fluss, Helene folgte später. Ich stieg später auch noch ganz in den Fluss, direkt am Beckenrand war dort noch eine Standfläche. Einer schwamm auch hinein, das wagte ich angesichts der Strömung nicht. Wir hielten es fast eine Stunde dort aus. Als wir hinausstiegen, kam gerade ein mexikanischer Hirte mit seiner Ziegenherde ans andere Ufer. Nachdem wir wieder in unsere Sachen geschlüpft waren, zuckelten wir zurück Richtung Campingplatz, mit Zwischenstopp am Laden. Wir beschlossen, auch noch die Nacht von Sonnabend zu Sonntag hier zu bleiben, um am Sonntag dann bis zum Canyon Lake zwischen San Antonio und Austin zu fahren, der ist sieben Stunden entfernt von hier. Für morgen sind noch ein kurzer Besuch der heißen Quellen und der Lost Mine Trail im Chino Basin geplant, da wird es weniger warm sein. Jetzt sitzen wir hier in der Sonne herum, genießen sie, werden bald Abendbrot essen, danach den Nature Trail hier am Fluss noch als Ganzes in Angriff nehmen, das wird sozusagen unser Sonnenuntergangsspaziergang.

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Letzte Aktualisierung: 2019.11.21, 17:35
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