This is America - People and Places
Mittwoch, 6. November 2019
Idylle am Lake Livingston
Dienstag, 5.11.
Mir wurde heute Morgen zu warm im Schlafsack. Es war wieder Kurze-Hose-Wetter, nur leider zeigte sich der Himmel komplett bewölkt, als wir aufstanden. Die Wärme war dennoch wohltuend. Viertel neun waren wir schon abreisebereit. Wir wollten heute zum Wolf Creek Park, der am Rande eines National Forest nördlich von Houston an einem See liegt. Knapp viereinhalb Stunden würde die Fahrt dauern. Wir umfuhren Houston weiträumig, weil wir auf Mautstraßen verzichteten, außerdem würde man damit kaum 10 Minuten einsparen. Es ging über San Marcos, wo wir noch Kleinigkeiten und eine Jeans für Helene, deren eine gerissen ist, kauften, über die Route 21 gen Osten. Dort kamen wir durch Orte namens Uhland, Niederwald und Manheim. In Bryan, einer ganz nett aussehenden kleinen Stadt, tankten wir noch einmal für 2,15 $ - später sahen wir sogar eine Tankstelle, wo Benzin nur 2,09 kostete, der absolute Tieferekord! Über die Route 30 ging es weiter nach Huntsville, über die 190 nach Point Blank, dann fuhren wir noch ein Stück nach Süden, bis wir den Campingplatz am Lake Livingston erreichten. An der Schranke meinte die Frau mit einem Schmunzeln, als sie uns die Platzregeln überreichte, wir Deutschen würden doch Regeln lieben. Ist zwar ein Stereotyp, aber abstreiten lässt sich das wohl kaum. Ich hätte sagen sollen, ja, weil wir sie so gerne brechen. Fiel mir aber gerade nicht ein, leider. Der See lag ganz ruhig vor uns, und ruhig war es auf dem Platz auch. Er umfasst ein großes Areal, einen Picknickbereich für Tagesgäste mit Badestelle, eine Bootsrampe, Spielplatz, Basketball- und Volleyballplatz, eine freie Wiese, schattige Zeltplätze unter Kiefern, und im hinteren Bereich Stellplätze für Wohnwagen. Dort standen vielleicht 5 Camper, die wir aber erst bei einem Rundgang entdeckten, den ganzen Zeltbereich hatten wir komplett für uns. Zugegeben, die Gegend ist etwas abgelegen, aber es ist so schön hier, dass ich mich wirklich gewundert habe, dass so wenig los ist. Es ist auch alles tipp-topp gepflegt. Nachdem wir unser Zelt aufgebaut hatten, beschlossen wir angesichts der herrschenden 26 Grad, uns zur Badestelle zu begeben. Es gibt dort eine Einstiegstreppe, der See ist im gesamten abgesteckten Badebereich nicht tiefer als vielleicht 1,20 m. Reichte zum Schwimmen. Das Wasser war natürlich anfangs kalt, aber es soll immerhin 20/21 Grad haben. Helene bevorzugte, nur ihre Beine abzukühlen. Nach dem Bade spazierten wir den Park ab. Uns begegneten Reiher und Eichhörnchen, Grillen lärmten, wir stießen auf unbekannte Bäume mit merkwürdigen aus der Erde herausschauenden Wurzelenden oder was auch immer das ist. Später lief Helene auch noch ein Fuchs über den Weg. Wir ließen uns dann häuslich nieder, und ich nutzte die Zeit, um uns bis zum Veterans Day Campingplätze zu buchen, was gar nicht so einfach war. Vieles, gerade was direkt am Golf von Mexiko liegt, ist ausgebucht übers lange Wochenende. Morgen geht es zunächst zum Palmetto Island State Park in Louisiana, dann campen wir zwei Nächte in New Orleans (im Bayou Segnette State Park), anschließend zwei am Krul Lake im National Forest, da werden wir dann Mississippi und Alabama durchfahren haben und schon im westlichsten Teil von Florida sein. Am Donnerstag, wenn es von Palmetto Island nach New Orleans geht, werden wir um Regen nicht drum herum kommen und auch wieder einen „Waschtag“ einlegen müssen. Nachdem wir die nächsten Tage verplant hatten, aßen wir Abendbrot. Dann wurde es wieder zeitig dunkel. Es ist eben November. Kann man schon mal vergessen bei den Temperaturen!

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Letzte Aktualisierung: 2019.11.21, 17:35
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